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2026-02-10
Darf eine Psychotherapeutin eigentlich Macken haben?
Oder erwartet ihr immer noch die neutrale Person im beigen Cardigan,
die alles weiß, nie zweifelt und privat wahrscheinlich Kamillentee trinkt?
Ich habe das am Anfang versucht.
Sehr professionell. Sehr korrekt. Sehr… glatt.
Hat nicht funktioniert.

Denn ich arbeite nicht mit perfekten Menschen.
Warum muss ich also selbst einer sein?
Ich bin neugierig, manchmal zu viel, kreativ und überraschend mit Methoden, emotional berührbar
und gelegentlich auf der Suche nach dem nächsten kleinen Nervensystem-Abenteuer.
Und genau deshalb entscheiden sich Klient:innen bewusst für mich.
Nicht trotz – sondern wegen.
Menschen kommen nicht zu mir, weil ich alles richtig mache.
Sie kommen, weil ich echt bin.
Weil ich sie ermutige, selbst echt zu sein.
Verstellen kostet weniger Energie – kurzfristig.
Auf Dauer macht es aber müde, angespannt und manchmal sogar krank.
Authentisch zu sein braucht Mut.
Aber es macht frei.
Deshalb zeige ich euch mein neues Hobby – Eisbaden.
Warum?
Weil es genau das trainiert:
🫨 Im Unangenehmen bleiben.
🤬 Den Impuls zur Flucht beobachten.
🫠 Den Körper regulieren und vertrauen statt kontrollieren.
Gar nicht so anders als in Therapie und Coaching.
Und ja – es wirkt. ❄️
Admin - 02:53 | Kommentar hinzufügen
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